Durchwachsene Hinrunde mit optimistischen Ausklang |
| Unsere Erste | |
| Dienstag, 27. Dezember 2011 | |
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Jugend voran, heißt es beim FC Eilenburg. Mit einem jungen Team, trainiert von einem jungen Trainer ging der FCE in die Landesligasaison 2011/12. Rico Winkler, der erfolgreiche Trainer der A-Jugend aus der letzten Saison, übernahm die Verantwortung für das Flaggschiff des Vereins. Die beiden Abgänge wurden durch Paul Stöbe, Stephan Maruhn und Rico Drabon ersetzt. Zudem rückten 4 hoffnungsvolle Nachwuchsspieler in den Kader der Ersten auf. Nach einem 3. und einem 5. Tabellenplatz in den beiden letzten Jahren wurde wieder eine Platzierung im oberen Tabellendrittel anvisiert. Der Auftakt war dann jedoch nicht ganz nach Maß. Gegen die neu zusammengestellte Truppe der BSG Chemie Leipzig wurde auf ehrwürdigem Rasen im Alfred-Kunze-Sportpark eine 0:2 Niederlage eingefahren. Wiedergutmachung war somit beim ersten Heimspiel in der Saison gegen den Aufsteiger aus Oelsnitz angesagt. Entsprechend couragiert und dominierend ging man zu Werke, führte früh 1:0, verließ aber am Ende doch mit einer 3:4 Heimniederlage den Platz. Der Verlauf dieses Spiel sollte symptomatisch für die gesamte Hinrunde werden. Durch leichtfertige Gegentreffer ließ man sich das Spiel zu oft aus der Hand nehmen und verlor selbst die Linie. Auch bei der Zweiten des VfC Plauen reichte es trotz 2:0 Führung nur zu einem Punkt, sodass das folgende Muldederby gegen Grimma schon zu einem Spiel um Hopp oder Top wurde. Trotz verschossenem Elfer und Rückstand gegen dezimierte Gäste gelang am Schluss ein 3:1 Heimsieg, ein Sieg der Moral, sehr sehr wichtig für den weiteren Saisonverlauf. Dass es mit einem Sieg im Rücken deutlich leichter geht, zeigte sich beim folgenden Auswärtsspiel in Hohenstein-Ernstthal. Der ansehnliche 3:1 Auswärterfolg beschehrte uns jedoch nach Stephan Hofmann mit Stefan Maruhn und Marco Wenk zwei weitere Langzeitverletzte. Zu Hause tat man sich in dieser Halbserie besonders schwer. Dies wurde gerade bei den folgenden beiden Nullnummern gegen die routinierten Aufsteiger aus Bischofswerda sowie gegen die mit gutklassigen Einzelspielern gespickte Zweite von RB Leipzig deutlich. Statt dessen fuhr man in Neugersdorf und Markkleeberg weitere Auswärtssiege ein. Aber auch zu Hause gab es die eine oder andere ordentliche Begegnung. Im Top-Spiel gegen die Spitzenmannschaft aus Kamenz ging es darum, Anschluss an den oberen Bereich der Tabelle zu wahren. Am Ende ein 2:2 nach richtig gutem Spiel und Chancen auf beiden Seiten. Chancenlos war unsere Erste jedoch in Heidenau. Gegen die Gastgeber, die ein komplettes Team mit Erfahrungen aus höheren Ligen aufzubieten haben, bestand nie eine echte Chance. Auch die nächsten Heimpartien gingen verloren. Gegen Görlitz mißlang die Pokalrevanche und gegen den Spitzenreiter aus Markranstädt hieß es am Ende auch 1:0 für die Gäste, obwohl an diesem Tag gegen die schwachen Randleipziger deutlich mehr drin war. Besonders schmerzlich war in diesem Spiel neben der Niederlage die schwere Verletzung, die sich Christopher Plätzsch bereits nach 5 Minuten ohne gegnerische Einwirkung zu zog. Vermutlich wird damit der mit 6 Treffern erfolgreichste und gefährlichste Stürmer des FCE für die gesamte Saison ausfallen. Zum Hinrundenausklang ging es schlielich abermals in den Alfred-Kunze-Sportpark, diesmal gegen die SG Leipzig-Leutzsch, nun leider bereits sogar mit dem Blick zum unteren Bereich der Tabelle. Mit viel Kampfkraft und Moral gelang ein hoch wichtiger 3:2 Auswärtserfolg, der nicht nur Mut macht, sondern auch zeigt, was sowohl fußballerisch, wie auch an Willenskraft in der Mannschaft steckt. Mannschaftlich konnte Trainer Winkler in der Hinrunde auf den bewährten Stamm der letzten Saison setzen. Von den Neuzugängen etablierten sich Paul Stöbe und Stephan Maruhn sofort in der Stammelf. Rico Drabon schaffte den Durchbruch leider nicht und wird in der Winterpause wieder zurück nach Torgau wechseln. Auch Stephan Kukard konnte beruflich bedingt nicht mehr regelmäßig trainieren und verläßt zur Winterpause den FCE. Leider haben sich die 4 Nachwuchsspieler Dennis Seifert, Maximilian Jäger, Tim Oestreich und Rene Nehring bisher noch nicht entscheidend durchsetzten können. Ihnen gehört jedoch die Zukunft ebenso, wie den hoffnungsvollen A-Jugendspielern Toni Miszler Toni und Robin Dietrich, die beide bereits mehrfach in der Ersten in der zurückliegenden Halbserie zum Einsatz kamen. Hinsichtlich der Fairness liegt der FCE im Mittelfeld der Tabelle. Die eine rote Karte gegen Paul Stöbe war unglücklich, aber ohne jeglichen Vorsatz. Nicht akzeptabel sind die 3 gelb-roten Karten, die allesamt unnötig und vermeidbar waren. Insgesamt eine durchwachsene Hinrunde mit Höhen, aber auch Tiefen und einem optimistischen Ausklang. Die besten Spiele waren Siege der Moral. Bedingungsloser Wille zum Sieg wird auch in der Rückrunde gefragt sein, um endlich auch erfolgreicher im heimischen Stadion zu agieren. Wünschen wir der Mannschaft eine erfolgreiche Vorbereitung mit viel Schweiß und ohne Verletzungen und uns viele erfolgreiche Partien in der Rückrunde, vor allem im heimischen Ilburgstadion.
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